Unangenehme Gefühle sind bittere Medizin. Wer sie verweigert, wird krank. Legen Sie den Schwerpunkt nicht darauf, angenehme Gefühle zu haben, sondern darauf, sich allen Gefühlen zu stellen.

Strategien der Gefühlsvermeidung sind Ausgangs­punkte eines großen Teils der Psychopathologie. Strategien, die dazu dienen, die Wirklichkeit zu übersehen, sind es ebenfalls.

Der Macht unangenehmer Gefühle entzieht man sich, indem man die Erfahrung annimmt, die sie mit sich bringen. Eine Erfahrung anzunehmen heißt nicht, sich Gefühlen hinzugeben. Eine Erfahrung anzunehmen heißt, das Stück der Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen, von dem man bisher nichts wusste... oder nichts wissen wollte.

Gefühle sind Wahrnehmungsprozesse. Je mehr man Gefühle bloß von sich weist, desto mehr drängen sie heran. Wer vor Gefühlen flüchtet wird rücklings beherrscht. Versteht man den Zusammenhang, aus dem heraus sie entstehen, weisen sie den Weg in die Freiheit.

Im Vergleich zur Macht des Lebens ist die der Vorstellungen zwar gering, aber nur wer Vorstellungen durchschaut, setzt die Macht des Lebens in sich frei.

Gefühle


  1. Wesen
  2. Schichten der Wahrnehmung
  3. Funktionen
  4. Bewertungen
  5. Gefühl, Illusion und Wirklichkeit
  6. Was man tun kann

1. Wesen

Seelische Gefühle sind unmittelbare Wahrnehmungen. Sie sind summa­rische Resultate eines geistigen Abtastens der Wirklichkeit... oder dessen, was man für Wirklichkeit hält. Die Vorsilbe Ge- zeigt eine Versammlung an. Das Gefühl sammelt fragmentierte Wirklichkeitsabtastungen und bündelt sie zu einem integrierten Gesamturteil über die existenzielle Lage der Person.

Summarische Resultate

Wie man emotional reagiert, hängt von der Summe aller in das emotionale Urteil einbezogenen Wirklichkeitsaspekte ab. Die jeweilige Bedeutung der Wirklichkeitsaspekte wird überwiegend unbewusst abgewogen. Messlatten des Abwägens sind Ängste, Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen, Meinungen, Begierden, Abneigungen und bislang gemachte Erfahrungen. All diese hängen ihrerseits mit dem Welt- und Selbst­bild zusammen.

Wie Gefühle von dem abhängen, was man weiß oder glaubt

Einbezogene Aspekte Mögliches Gefühl
Jonas hat Laura mit einer Rose in der Hand um ein Rendezvous gebeten. Laura schwelgt in süßer Hoffnung.
Michelle erzählt Laura, dass Jonas Marie und Vanessa mit der gleichen Masche flachgelegt hat. Laura schämt sich ihrer Blauäugigkeit. Sie ist wütend und fühlt sich von Jonas gedemütigt.
Laura sieht Michelle Arm in Arm mit Jonas. Laura reut es, Michelle jemals als Freundin betrachtet zu haben.
Als Michelle schwanger ist, lässt Jonas sie sitzen. Laura dankt dem Himmel, dass er sie durch Michelles Intrige vor deren Schicksal bewahrt hat.
Michelle entschuldigt sich bei Laura. Als sie Laura Jonas damals madig machte, war sie von eigener Verliebtheit verblendet. Jonas flirtet derweil mit Chantal. Lauras Wut auf Michelle verfliegt. Jetzt hat sie Mitleid.
Drei Tage nachdem der Dummkopf ihre Schulden übernommen hat, wird Jonas von Chantal abserviert. Man fasst es nicht! Aus Kummer um den Verlust der schicksalhaften Liebe tritt er dem Kartäuserorden bei. Laura und Michelle vereint Schaden­freude. Auch Chantal gegenüber ha­ben sich ihre Gefühle verändert. De­ren raffinierte Berechnung schürt Respekt und Misstrauen zugleich.

Tatsächlich hängen Gefühle nicht nur von einer handvoll abgetasteter Wirklichkeits­aspekte ab, sondern von allen möglichen. Unabhängig davon, wie sie Jonas und Michelle erlebt, fließen zu Lauras jeweiligem Empfinden sämtliche Strukturen der Wirklichkeit zusammen, die sie bewusst oder unbewusst zur Kenntnis nimmt:

Gefühl und Impuls
Gefühl ist Gelenk zwischen Urteil und Impuls. Es ist nicht nur Einschätzung und signalisiert Befindlichkeit, es schlägt zugleich ein Verhalten vor. Angst rät zum Rückzug, Wut zu Angriff, Lust zu Hingabe oder Zugriff. Eifersucht ermuntert, den Anderen zu beschränken, Neid, ihn zu überflügeln oder abzuwerten. Bevor man etwas unter dem Einfluss eines Impulses tut, kann es nützlich sein, dem Gefühl Beachtung zu schenken, ohne in den Lauf der Dinge einzugreifen. Nicht jeder Impuls entspringt einer Kenntnis der Wirklichkeit, die verlässlich wäre. Indem man das Gefühl erkennt, entdeckt man ein Stück Wirklichkeit, das deren Beurteilung verbessert.

Vom Urteil zum Impuls
In dem Moment als Björn bewusst wurde, dass das knusprige Knirschen zwischen seinen Zähnen nicht von Kartoffelchips ausging, sondern von Kartoffelkäfern, schlug sein Genuss in Ekel um und löste schlagartig den Impuls aus, das Knabber­zeug auszuspucken. Auslöser der Kettenreaktion war ein revidiertes Urteil.

Wenn von Strukturen der Wirklichkeit die Rede ist, die die Gefühle bestimmen, ist ein Aspekt von zentraler Bedeutung: Seelische Gefühle entspringen nur dann der Wirklichkeit, wenn man die Wirklichkeit so wahrnimmt, wie sie ist. Ansonsten sind sie Produkte irreführender Vorstellungen, die man sich über die Wirklichkeit macht.

2. Schichten der Wahrnehmung

Die Palette der Gefühle ist vielfältig. Zudem ist unklar, was als Gefühl zu gelten hat und was nicht. Selbst bezüglich der sogenannten Grundgefühle gibt es keine Einigkeit. Als Kandidaten werden Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Über­raschung genannt (Paul Ekman 2010), andernorts zusätzlich Neugier, Ärger, Scham und Schuld (Martin Dornes 1995).

Blickt man über den Horizont der verschiedentlich definierten Grundgefühle hinaus, wobei unklar ist, was der Unterschied zwischen einem Gefühl und einem Grundgefühl sein soll, ergeben sich neue Fragen:

Gefühl ist wahrgenommener Impuls. Geiz und Gier sind so selbstverständlich in die Verhaltensstruktur normaler Menschen eingewoben, dass sie nur selten als fühlbare Impulse bewusst spürbar werden.

Wie dem auch immer sei: Zum besseren Verständnis ihres Wesens kann man die Gefühle zwei Schichten des Selbst zuordnen.

Ebenen des Gefühlserlebens

Relatives Selbst Absolutes Selbst
egozentrisch transpersonal
Egozentrische Gefühle sind durch Umstände bedingt. Transpersonale Gefühle sind bedingungslos.

Die pauschale Zuordnung der Dankbarkeit zum transpersonalen Spektrum ist fraglich. Es gibt zwei Formen der Dankbarkeit: eine, die sich nur auf das bezieht, was bereits gegeben ist. Diese Form ist transpersonal. Sie will der Person keine Vorteile verschaffen. Einer zweiten Form liegt Erwartung inne; nämlich die, sich durch Zeichen der Dankbarkeit die Gunst dessen zu sichern, bei dem man sich bedankt. Das ist egozentrisch.

Egozentrische Gefühle befassen sich mit der Absicherung der persönlichen Existenz. Ihr Ursprung ist die Absicht des Individuums, sich Vorteile zu verschaffen... oder sich vor Nachteilen zu schützen. Egozentrische Gefühle betonen die Bedeutung der Person. Sie versuchen, deren Wert und Stabilität zu erhöhen.

Transpersonale Gefühle lassen persönliche Vor- und Nachteile außer Acht. Sie relati­vieren die Bedeutung der Person. Ihr Ursprung liegt in der Erkenntnis der Wirklichkeit. Sie erfüllen den, der deren Wert und Folgerichtigkeit erkennt.

2.1. Egozentrische Gefühle

Alle Gefühle, die dem relativen Selbst entspringen, sind egozentrisch. Charak­ter und Ausmaß der Egozentrizität sind jedoch verschieden. Zu unterscheiden sind...

  1. Gefühle, die Rivalität motivieren und deren Zielsetzung in einer unreflektierten Festigung des Ego liegt,
  2. Gefühle, die die Sicherheit der Person infrage stellen...
  3. und solche, die sie bestätigen.

Infragestellende Gefühle haben je nach Lage der Dinge unter­schiedliche Konsequenzen. Sie können den Bezug des Ich zum Ego festigen oder lockern.

Gefühle, Stimmungen und Affekte
Wo von Gefühlen die Rede ist, denkt man auch an Stimmungen und Affekte. Obwohl alle drei fließend ineinander übergehen, benennen die Begriffe unterschiedliche Pole einer seelische Dynamik.
2.1.1. Konkurrenz

Als rivalitätsfördernd können Gefühle bezeichnet werden, die sich mit dem Vergleich der Person mit anderen Personen befassen. Sie zielen darauf ab, die eigene Position, gegebenenfalls auf Kosten anderer, zu stärken. Dazu gehören: Neid, Wut, Hass, Eifersucht, Gier, Geiz, Verachtung und Missgunst. Oft werden solche Gefühle nicht bewusst wahrgenommen, sondern im sozialen Umfeld ausagiert... also in Taten und Verhaltensmuster umgesetzt, deren Motive im Halbdunkel verborgen bleiben.

Radikale Gesichter
Die Verliebtheit hat zwei verschiedene Gesichter. Die glückliche hebt das Selbstwertgefühl des Beglückten in den Himmel. Unglückliche Verliebtheit kann im Gegensatz dazu das Selbstwerterleben bis ins Mark erschüttern.
2.1.2. Bestätigung

Bestätigende Gefühle aktivieren das Selbstwerterleben der Person. Triumphgefühle, glückliche Verliebtheit, Hoffnung, Hochmut, Stolz und erlebte Lust stärken den Glauben des Ego an die eigene Bedeutung.

2.1.3. Infragestellung

Die dritte Kategorie von Gefühlen stellt das Ego infrage. Zu nennen sind Angst, Sorge, Schuldgefühle, Reue, Verzweif­lung, Liebeskummer, Langeweile, Erschrecken, Scham und Trauer. Entweder reagiert das Ego auf solche Gefühle mit dem Versuch, sich erneut zu sichern, oder das Ich lockert seine Bindung ans Ego, weil es dessen grundsätzliche Schwäche erkennt.

2.2. Transpersonale Gefühle

Transpersonale Gefühle sind Ausdruck des absoluten Selbst, also der Seinsweise des Ich, die die Person überschreitet. Je größer die Egozentrizität einer Person ist, desto mehr wird das Erleben transpersonaler Gefühle durch die überwertige Beschäftigung des relativen Selbst mit dessen begrenzten Belangen eingeschränkt.

Nur wenige Menschen (z.B.: dissoziale Persönlichkeiten) sind so auf ihre Person bezogen, dass transpersonale Gefühle vollständig aus ihrem Bewusstsein verdrängt werden; und noch weniger sind so frei, dass die genannten Gefühle völlig unbehindert ins Bewusstsein strömen.

Rein transpersonal sind:

Im Regelfall leuchten transpersonale Gefühle ins relative Selbst hinein... und sind dort in abgeschwächter und bedingter Weise wahrzunehmen. Abgeschwächt und bedingt heißt: Ihre Ausdruckskraft wird durch den persönlichen Horizont des Individuums beschränkt. Die Fähigkeit, sie unvermindert wahrzunehmen, fällt der Fokussierung des Blicks auf persönliche Vorteile zum Opfer.

Das Absolute im Relativen

3. Funktionen

Gefühle sind nicht nur da und haben keinen weiteren Sinn, als dass man entscheiden kann, ob man die schönen genießt und die hässlichen tapfer erleidet oder sich dagegen sträubt. Gefühle haben Funktionen. Gefühle...

3.1. Information

Gefühle informieren über das grundlegende Muster unserer Einschätzung der Realität. Wir halten unsere Lage für...

Die Information, die das jeweilige Gefühl bzw. die jeweilige Stimmung liefert, bedeutet zugleich eine Einformung des geistigen Binnenraums. Diese Einformung stellt die Weichen für die steuernde Funktion der Gefühle.

Wie weit man von Gefühlen gesteuert wird und wie viel Freiheit man bewahrt, hängt davon ab, wie klar man Gefühle erkennt.
3.2. Steuerung

Die Einformung, die durch die Information des Gefühls vorbewusst bewirkt wird, bahnt unmittelbar die Wahrscheinlichkeit dieser oder jener bewussten Entscheidung.

Trotz emotionaler Vorgaben bleibt die Entscheidungsfreiheit in der Regel bestehen. Auch wenn von dieser Freiheit oft kein Gebrauch gemacht wird, heißt das:

Steuerungsfähigkeit
Die Macht der Gefühle, Verhalten zu steuern, erregt das Interesse der Rechtsprechung:

§20 StGB
Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

§21 StGB
Ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 gemildert werden.

Bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit im Rahmen von Straftaten wird nach der Steuerungsfähigkeit des Täters gefragt. Die Schuldfähigkeit kann entweder durch kognitives Unvermögen (z.B.: Schwachsinn, akute Psychose) oder durch Verlust der Steuerungs­fähigkeit aufgrund übermächtiger Affekte vermindert sein.

Wann einem Täter zugestanden werden kann, dass er seinen Gefühlen wehrlos ausgeliefert war, ist eine gutachterliche Frage, die kaum je objektiv zu beantworten ist.

Auch jenseits des Gerichtssaals ist die Frage, welche Instanz ein Verhalten bestimmt, von großer Bedeutung. Bestimmt das reflektierende Ich oder bestimmt die Stimmung, die gerade über es bestimmt?

3.3. Verwandlung / Transformation

Gefühle wirken nicht nur steuernd auf aktuelle Entscheidungen. Langfristig führen sie zu biographischem Wachstum und der Transformation grundlegender seelischer Reak­tionsmuster. Dadurch verbessern sie die Fähigkeit, komplexe Strukturen der Wirklichkeit zu erfassen; und die eigene Position darin zu bestimmen. Dies gilt vor allem für die Position in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Gefühle lenken die Aufmerksamkeit im Grundsatz nach innen. Dadurch erhöhen sie das Selbstbewusstsein. Achtsam durchlebte Gefühle steigern in der Folge die Selbst­sicherheit. Das Potenzial der Gefühle zur Transformation seelischer Grundmuster kommt aber nur dann ungestört zum Zuge, wenn man sie bewusst durchlebt und die Verantwortung für das Gefühl bei sich belässt.

Schuldzuweisung und Ausrichtung der Aufmerksamkeit

Gefühle sind innerseelische Erscheinungen. Sie entstehen im Inneren und werden dort erkennbar. Nicht jeder will jedes Gefühl aber als Produkt der eigenen Weltsicht erkennen: entweder, weil es ihm unannehmbar erscheint oder weil er die Verantwortung nicht dafür übernehmen will. Dann richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nach innen auf das Gefühl, sondern auf die vermeintlich äußere Ursache, der man die Schuld an der emotionalen Reaktion zuweist.

Ursprung und Auslöser
Der Ursprung eines Gefühls liegt in der Vorstellung, wie die Welt sein sollte. Der Auslöser liegt in der Übereinstimmung oder Abweichung von diesem Bild. Der Ursprung der Wut liegt in der Bereitschaft brachiale Mittel anzuwenden, um die Wirklichkeit der Vorstellung anzupassen. Ihre Auslöser sind Umstände, die als bedrohlich gedeutet werden.

Typisch ist dieser Mechanismus bei aggressiven Gefühlen. In der Wut schaut man auf deren Zielscheibe; aber nicht auf ihren wahren Ursprung. Man geht davon aus, dass die Zielscheibe der Wut deren Ursprung ist. Das trifft nicht zu. Sie ist bloß deren Anlass.

3.4. Herausbewegung

Gefühle werden auch Emotionen genannt. E-motion (lateinisch emovere = herausbewegen) heißt Heraus-Bewegung. Betrachtet man den Sinngehalt des Begriffs genauer, wird die doppelte Funktion der Gefühle bei Transformation und Steuerung deutlich.

Der Impuls der Emotion kann nach innen oder nach außen wirken. Wirkt er nach außen, steuert er Ereignisse der Außenwelt. Wirkt er nach innen, führt er zu psychischen Veränderungen. In beiden Fällen bewegt der Impuls den Fühlenden aus der bisherigen Position heraus.

Herausbewegungen

Ausrichtung und Auswirkungen von Emotionen

Steuernd nach außen Verwandelnd nach innen
Jonas hat sich in Laura verknallt. Jan hat sich in Sonja verknallt.
Jonas beschließt, Laura um ein Rendezvous zu bitten. Jan glaubt, dass Sonja längst vergeben ist.
Beim Treffen im Eiscafe Arnoldo entflammt Jonas Lauras romantische Phantasie durch selbstverfasste Liebesschwüre. Jan stellt sich der unerfüllten Sehnsucht und durchlebt den Kummer unerschrocken bis zu dessen Ende.
Jahre später wohnen Laura, Jonas und ihre drei Blagen in der Bahnhofstraße. Jonas hat Laura drei mal betrogen. Enttäuscht vom jeweils Anderen, lassen sie ihre Wut aneinander aus. Als ihre Tochter Lilly ins Alter kommt, wo die Jungs ihre Hälse recken, warnt Laura in zynischer Bitterkeit. Jan ist durch das Leid unerfüllter Sehnsucht reif geworden. Mit Tanja hat er eine gute Beziehung aufgebaut. Die Kinder gedeihen prächtig. Ihr Sohn Max hat sich in Lilly verknallt... Falls Max an der Lust auf Lilly leiden muss, ist Jan ein Vater, der aus eigener Erfahrung trösten kann.

Gefühle können nach außen gewendet werden. Dort steuern sie Ereignisse. Nicht jedes Ereignis, dass durch Emotionen bewirkt wird, stellt sich hinterher als Glücksgriff dar.

Gefühle können im Stillen durchlebt werden. Selbst wenn das manchmal schmerzhaft ist, kann es der Beginn eines erfolgreichen Lebens sein.


Gewiss: Gefühle werden auch Emotionen genannt. Das heißt aber nicht, dass die Herausbewegung bei egozentrischen und transpersonalen Gefühlen den gleichen Charakter hätte. Egozentrische Gefühle bewegen die Person im sozialen Umfeld um ihr Vorteile zu sichern. Transpersonale Gefühle heben das Ich aus der Identifikation mit der Person heraus.

Ein Sonderfall ist Glückseligkeit. Glückseligkeit ist keine Emotion. In der Glückseligkeit erlebt das Subjekt die vollständige Übereinstimmung mit der Wirklich­keit. Daraus ergibt sich keinerlei Impuls etwas aus einer Position herauszubewegen. Alles ist so, wie es sein soll.

4. Bewertungen

Bewusst und unbewusst
Das Gefühl selbst ist bereits Resultat einer unbewusst vollzogenen Bewertung. Sobald es bewusst wird, haben bewusstseinsferne geistige Prozesse längst über die Qualität des Gefühls entschieden. Liegt das Gefühl im Bewusstsein vor, wird eine zweite Bewertung vollzogen.

Wie alles, was im Blickfeld des Menschen auftaucht, so werden auch Gefühle bewertet. Die Art der Bewertung von Gefühlen ist eine wesentliche Weichenstellung. Sie legt fest, wie sich der weitere Umgang mit ihnen gestaltet. Drei Paar Schubladen werden häufig gebraucht. Gefühle gelten als...

4.1. Gesund oder krank

Der Übergang zwischen einem gesunden Gefühlsleben und seelischer Krankheit ist meist fließend. Die Gefühle, die auch der Gesunde kennt, machen in übersteigerter Form den größten Teil der Pathologie des seelisch Kranken aus. Als krankhaft kann dabei sowohl die gesteigerte Intensität des Gefühls erlebt werden als auch die Ausschließlichkeit mit der der Kranke an bestimmte Gefühlsqualitäten gebunden scheint.

Gefühle anzunehmen heißt, nichts zu unternehmen, um das Fühlen der Gefühle zu verhindern oder abzuschwächen. Am besten gelingt das, wenn man nicht unter dem Einfluss des Gefühles handelt.

Mehr oder weniger gefährliche Schubladen

Das Risiko psychologischer Probleme hängt davon ab, welche Begriffe man zur Bewertung der Gefühle wählt.

Das Risiko psychologischer Probleme im Gefolge der Bewertung von Gefühlen hängt davon ab, wie viel Wahrnehmbares dem bewertenden Urteil zugrunde liegt. Ob ein Gefühl als angenehm erlebt wird oder nicht, kann durch Wahrnehmung festgestellt werden. Beim Unterschied zwischen gesund und krank spielen Urteilskonventionen eine große Rolle, die ihrerseits auf der objektivierenden Wahrnehmung der psychiatrischen Wissenschaft beruhen; und objektivierend heißt dabei auch verkürzend.

Die Unterscheidung zwischen gut und schlecht ist ein persönlicher Willkürakt. So kann der eine sagen: Meine Trauer ist gut, weil sie mich von Eitelkeiten reinigen wird. Ein anderer sagt: Meine Trauer ist schlecht, weil sie mich am Genuss des Lebens hindert.

4.2. Angenehm oder unangenehm

Je nachdem wie sie uns schmecken, teilen wir Gefühle in zwei Kategorien ein: angenehme und unangenehme. Freude, Heiterkeit, Lust und Glück sind uns angenehm. Wir suchen danach. Trauer, Angst, Schuld, Scham, Langeweile und Neid sind uns unangenehm. Diesen Gefühlen geht man lieber aus dem Weg.

Abweichungen von dieser Regel kommen aber vor:

4.3. Gut oder schlecht
Man kann sich dem Leben stellen oder Ansprüche an das Leben stellen. Die Mischung ist entscheidend. Zu viel des Ersten gibt es kaum. Zu viel des Zweiten ist gefährlich.

Oft teilen wir Gefühle in gute oder schlechte ein, oder aber in positive und negative. Solche Einteilungen führen in die Irre. Die Einteilung in gute und schlechte Gefühle ist ein Resultat willkürlicher Urteile. Entspricht die Wirklichkeit unseren Wünschen, bewerten wir die entstehenden Gefühle als gut. Ist die Wirklichkeit anders, als wir es für richtig halten, bezeichnen wir die Gefühle als schlecht.

Tatsächlich nehmen wir eine Wirklichkeit, die nicht unseren Erwartungen entspricht, als unangenehm wahr. Das unangenehme Gefühl jedoch als schlecht zu bezeichnen, verführt dazu, sich davon abzuwenden. Statt der Wirklichkeit zu begegnen und durch die Begegnung zu wachsen, vermeiden wir sie.

Die polare Einteilung der Wirklichkeit in die Kategorien gut und schlecht entspricht dem Abwehrmechanismus der Spaltung.

Negative Gefühle sind positive Gefühle, deren Wert und Bedeutung verneint wird.
4.4. Positiv oder negativ

Negativ geht auf das lateinische Verb negare = nein sagen, verneinen, bestreiten zurück. Bestimm­te Gefühle als negativ einzuordnen, wie es allenthalben betrieben wird, zeigt im gewählten Begriff an, wie sich der Fühlende seinem Gefühl gegenüber verhalten will: Er sagt nein dazu. Er verneint den Wert des eigenen Erlebens. Er bestreitet, dass es das erlebte Gefühl überhaupt verdient, erlebt zu werden.

Viele sind im Umgang mit sich zurückweisend und wählerisch. Sie lassen ihre Gefühle im Stich und wenden sich ab, wenn diese nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Wie soll eine Seele gedeihen, wenn sie ständig erlebt, dass sie nicht so akzeptiert wird, wie sie ist?

Welcher Irrweg in dieser Einteilung steckt, zeigt die Untersuchung des Begriffs positiv. Dieser entstammt dem spätlateinischen Adjektiv positivus = gesetzt, gegeben. Das Positive ist das Gegebene. Es ist das in die Wirklichkeit Gesetzte, das somit tatsächlich da ist. Der sprachliche Zusammenhang zum Begriff Position ist offensichtlich. Das Positive ist an die Position gesetzt, auf die es die Wirklichkeit positioniert hat.

Obwohl nun jedes Gefühl, unabhängig davon, ob es als angenehm oder unangenehm empfunden wird, ein Inhalt ist, das dem Bewusstsein gegeben, also in es hineingesetzt ist, spricht man mit dem Begriff negativ einem Teil des Erlebens ihr faktisches Gegebensein ab. Eine solche Missachtung lässt sich das Leben nicht ungestraft bieten. Das Abgelehnte neigt dazu, sich aufzudrängen. Um es in der Verdrängung zu halten, bedarf es wachsender Energie; die dann dort fehlt, wo ihr Einsatz nützlicher wäre.

4.5. "Verletzte" Gefühle"

Ebenfalls Folge einer Bewertung ist der Begriff des verletzten Gefühls. Die Verletztheit eines Gefühls kann nicht wahrgenommen werden. Tatsächlich wahrnehmbar sind Gefühle unterschiedlicher Qualität.

Die Metapher vom verletzten Gefühl beschreibt keine psychologische Realität. Sie ist eine projektive Schuldzuweisung. Tatsächliche Schuld kommt dem Anderen nur zu, wenn die Erzeugung eines unangenehmen Gefühls die eigentliche Absicht seines Handelns war. Wer die Metapher benutzt, riskiert, sich in eine Opferrolle zu begeben.

Die Qualität des eigenen Gefühls durch den Begriff verletzt einem äußeren Aggressor zuzuschreiben, ist das Werk psychologischer Abwehrmecha­nismen. Durch projektive Desidentifikation weist der Betreffende die Verantwortung für seine seelischen Reaktionen von sich.

"Verletzte" Gefühle

Er hat meine Gefühle verletzt. Das ist eine Redensart, die man oft zu hören bekommt. Hier wird ein Begriff zur Zustandsbeschreibung materieller Strukturen, nämlich biologischer Körper, auf seelische Befindlichkeiten übertragen. Das stiftet Verwirrung.

Der Begriff Verletzung beschreibt eine Abweichung von einem definierbaren Soll. Das Loch im Kopf gehört da nicht hin. Gebrochene Knochen erfüllen nicht ihre Funktion. Gefühle sind aber keine festen Strukturen, denen man ein definierbares Soll zuschreiben kann. Man kann allenfalls entscheiden, ob man ein bestimmtes Gefühl gerne hätte oder eben nicht.

Gefühle sind innerseelische Erlebnisweisen mit oft erheblicher Flüchtigkeit. Sie reagieren lebhaft auf Ereignisse, Bilder und Illusionen. Je nachdem, was geschieht, wandeln sie sich, schwächen sich ab oder schlagen ins Gegenteil um.

Keines der neu entstandenen Gefühle ist aber sinnvoll als sein verletzter Vorgänger zu beschreiben. Das hieße, Gefühle könnten defekt sein. Das Anderssein des späteren Gefühls ist kein Defektzustand des früheren. Es ist einfach nur ein anderes Gefühl.

Dementsprechend würde niemand behaupten, eine Stechmücke habe seine Sorglosigkeit verletzt, weil sie wider Erwarten die Malaria übertrug. Sinnvoll heißt es: Von jetzt ab bin ich Mücken gegenüber misstrauisch und passe bei Tropenreisen besser auf.

Verletzt wird durch ein Ereignis nicht das Gefühl. Vielmehr wird das Weltbild infrage gestellt, das dem Gefühl bis dahin zugrunde lag. Da eine solche Infragestellung auch das Selbstbild in Mitleidenschaft zieht, an dem man festhalten möchte, wird die Infragestellung als illegitime Zumutung gedeutet und anderen als Schuld zur Last gelegt.

5. Gefühl, Illusion und Wirklichkeit

Es ist im Text schon angeklungen. Emotional reagieren wird nicht nur auf die Wirklich­keit...

Fast in gleicher Weise wie auf die Wirklichkeit reagieren wir emotional auf Vorstel­lungen, die wir uns über sie machen.

Bei der Unterscheidung zwischen Vorstellung und Wirklichkeit lässt die Sorgfalt oft zu wünschen übrig. Das hat bittere Folgen. Stimmungen und Gefühle mäandern im Schlepptau wechselnder Kognitionen, die sich, aus diversen Quellen gespeist, in unseren Köpfen selbständig machen.

Quellgebiete

Vorstellungsbilder, die die Gefühlswelt beherrschen, stammen aus vier Quellen:

5.1. Gedanke und Gefühl

Gedanken und Gefühle befeuern sich wechselseitig:

Das Wechselspiel zwischen Gedanke und Gefühl führt dazu, dass die Stimmung oft kaum der Wirklichkeit entspricht, der man momentan begegnet, sondern einem Gebräu toxischer Vorstellungen, in denen sich Angst, Wut und unerfüllte Begierde bildlich vermengen.

5.2. Übereinstimmungen

Ob Gefühle und Stimmungen mit dem übereinstimmen, der sie erlebt, hängt von der Ausrichtung der Achtsamkeit ab. Blickt man zur Welt hinaus, wird man emotional von dem beherrscht, was man von ihr erfährt und über sie denkt. Blickt man nach innen ohne Gedanken zu folgen, tritt der Wellengang äußerer Ereignisse und dazu passender Bilder im Kopf in den Hintergrund. Aus Seegang wird Dünung. Aus Dünung wird Stille. Aus der Stille heraus kann man den Seegang betrachten, ohne dass man von ihm um­hergeworfen wird.

6. Was man tun kann

6.1. Wahrnehmen oder vermeiden

Im Umgang mit Gefühlen hat man zwei Möglichkeiten:

Abwehrmechanismen

Unangenehme Gefühle nicht anzunehmen, führt zu...

  • Verdrängung
  • Verleugnung
  • Spaltung
  1. Man kann versuchen, unangenehme Gefühle zu vermeiden oder auszublenden.
    • Zur Vermeidung von Gefühlen, die wir nicht wahrhaben wollen, betreiben wir beträchtlichen Aufwand. Neben den klassischen Abwehrmechanismen, setzen wir eine Palette von Maßnahmen in Gang:

      • Wir betäuben Gefühle durch Drogen und Alkohol.
      • Wir stürzen uns in Arbeit.
      • Wir erfinden neue Ziele, die wir noch erreichen müssen.
      • Wir lenken uns durch Konsum und Medien ab.
      • Wir agieren Gefühle aus, ohne sie zu erkennen.

      Der Versuch, unangenehme Gefühle aus dem Bewusstsein zu verbannen, verursacht Nebenwirkungen. Zum einen verbraucht man viel Kraft; denn je mehr man bestimmte Gefühle vermeiden will, desto mehr drängen sie heran. Der Widerstand gegen das Vermiedene macht zunehmend Mühe.

      Zum anderen sind Gefühle notwendige Kräfte im seelischen Entwicklungsprozess. Wer ihre Wirkung behindert, stört die Reifung.

  2. Aufgabe und Entbindung
    Gefühle sind für das relative und das absolute Selbst keinesfalls das Gleiche. Für das relative Selbst sind sie Aufgabe. Das relative Selbst hat die Aufgabe, zum Gefühl zu stehen. Es sagt: Ich anerkenne dieses Gefühl als das meine. Dem absoluten Selbst sind Gefühle Gelegenheit zur Entbindung. Es entbindet sich aus der Identi­fikation mit Bedingtem. Es sagt: Das Gefühl ist nur Erscheinung. Wirklich bin nur ich selbst.

    Praktisch umzusetzen

    Stellen Sie sich Ihren Gefühlen. Nicht um sie zu bewerten oder gar zu bekämpfen, sondern um sie zu erleben und anzuerkennen. Gefühle sind Gäste Ihres Bewusstseins. Seien Sie zu Gästen freundlich. Überschreiben sie ihnen aber nicht das Haus.

  3. Man kann Gefühle annehmen, wie sie sind.
    • Um im Gleichgewicht zu bleiben, ist es sinnvoll, alle Gefühle so anzunehmen, wie sie sind. Nicht umsonst heißen Gefühle lateinisch Emotionen, also Heraus-Bewegungen. Wer Gefühle aufzuhalten versucht, wird durch ihre Kraft ebenso aus seiner Mitte herausbewegt, wie der, der sich ihnen überlässt. Wer Gefühlen erlaubt, das Bewusstsein zu durchqueren und im Vorübergehen auf die Psyche einzuwirken, schwingt nach jeder Emotion in die Mitte zurück.

6.2. Handeln oder zuschauen

Gefühle anzunehmen heißt nicht, ihnen die Steuerung des Verhaltens zu überlassen. Im Gegenteil: Gefühle blind auszuagieren ist eine Variante, sich der Wahrnehmung der Gefühle zu entziehen.

Gefühle anzunehmen heißt vielmehr, sie wahrzunehmen - wörtlich: sie als wahr anzunehmen - und sie vertrauensvoll in den seelischen Entwicklungsprozess eingreifen zu lassen. Am besten gelingt das, wenn man Gefühle ohne sie zu bewerten aus achtsamer Stille heraus betrachtet. Je drängender sich Gefühle bemerkbar machen, desto besser ist es meist, ihr Erscheinen tatenlos zu beobachten statt unter ihrem Einfluss irgendetwas zu tun.

6.3. Gaukelspiel erkennen

Richtig: Man sollte seine Gefühle ernst nehmen. Aber nicht immer allzu ernst.

Es gibt nichts Falsches, dessen Falschsein nicht durch das Wahre verbürgt wird, das in ihm steckt.

Besser als mit Gefühlen unbewusst identifiziert zu sein, ist es, Gefühle bewusst zu identifizieren und sie aus sicherer Distanz zu betrachten. Es geht nicht darum, Gefühle zu beherrschen. Es geht darum, nicht von Gefühlen beherrscht zu sein.

Es gilt zu unterscheiden: Gefühle können realitätsgerecht sein. Dann weisen sie die Richtung. Gefühle können aber auch durch Vorstellungen veran­lasst sein, die unbewussten Wünschen und Ängsten oder dem Zufall äußerer Einflüsse entspringen.

Neulich sah ich eine Doku über Jimi Hendrix. Prompt wurde ich nostalgisch und hatte Lust, eine zu rauchen.

Dann kann der Begriff Gaukelspiel passen, obwohl auch im Gaukelspiel Wahres zu entdecken ist: Die Bilder von damals weckten die Sehnsucht nach der Sorglosigkeit, mit der man seinerzeit Impulsen folgte. Wer das Wahre entdecken will, muss hinter die Maske des Gaukelspiels schauen.

6.4. Positives Denken

Der Tatsache, dass Gedanken Gefühle verändern, entspringt ein therapeutischer Ansatz: das positive Denken. Dessen Technik besteht darin, Gedanken, die zu negativen Gefühlen führen könnten, aktiv zu vermeiden und statt dessen zu denken, was Zuversicht weckt.

Jede Therapie zielt letztlich darauf ab, dass man sich besser fühlt. Zuversicht ist angenehmer als Pessimismus. Darüber hinaus kann sie bewirken, dass man die Prüfung angeht und im Erfolgsfall Aussicht auf Positionen hat, von denen aus das Leben leichter wird.

Doch Vorsicht: Recht verstanden positiv ist ein Denken nur, wenn es den Wert des Gegebenen anerkennt; und nicht nur den des Optimalen, das der blanke Optimismus verspricht, ohne je für die Einlösung zu haften.

Wer vor der Prüfung denkt: Wenn ich durchfalle, ist es auch in Ordnung. Dann lerne ich aus dem Scheitern, der denkt positiv im wahren Sinne. Er hat gute Chancen, dass er sich im Leben nicht allzu lange übel fühlt.

Wer aber meint, dass man das Leben durch die Macht der Gedanken austricksen kann, ist auf dem Holzweg.

Kai denkt: Im Vergleich zu mir war Tarzan ein Hänfling, die Monroe eine Schreckschraube und Einstein ein Dummkopf. Es ist ausgeschlossen, dass sich Angela von so einem wie mir jemals abwenden könnte.

Das Leben verschont niemanden vor schmerzlichem Scheitern, bloß weil er denkt, dass es das in seinem Fall tun wird. So billig ist das Glück nicht zu haben.