Meditation

Nachträgliche Bemerkungen


Das Ich entsteht, indem das Selbst als Person ins Dasein tritt. Als Person erfährt das Selbst ein Dasein, das an konkrete Bedingungen geknüpft und durch konkrete Horizonte begrenzt ist. Deshalb ist das Ich grundsätzlich interessiert. Interesse setzt sich aus den lateinischen Begriffen inter = zwischen und esse = sein zusammen.

Sich selbst erfahren kann sich das Ich nur, wenn es das Interesse am Konkreten, das sein Dasein ausmacht, überwindet und sich auf dem Weg zur Selbsterfahrung selbst verwirklicht. Dazu muss es alles, was es zur Person verkleinert, überwinden.

Interesse kommt dem zu, was zwischen anderem ist, sich von diesem anderen unterscheidet und durch anderes eingegrenzt ist. Durch spirituelle Meditation versucht sich das Ich selbst zu erfahren. Das eigentliche Hindernis, auf das es dabei stößt, ist sein Interesse an dem, was mit seinem Dasein als konkrete Person an einem konkreten Ort in der Raumzeit zusammenhängt. Die Themen dieses Daseins füllen sein Bewusstsein mit großer Hartnäckigkeit. Das Ich kann sein Interesse an dem, was es persönlich betrifft, kaum überwinden, da das persönliche Ich mit dem Interesse an dem, was es ausmacht, zusammenfällt. Das persönliche Ich ist eine Reduktion des Selbst auf das, was sich selektiv für sich interessiert.