Dukkha


Die buddhistische Ontologie verwendet den Begriff Dukkha. Damit bezeichnet sie eines der drei Wesensmerkmale des menschlichen Erlebens. Dukkha (Pali - दुक्ख, Sanskrit - duḥkha दुःख = unangenehm) bezeichnet die Tatsache, dass die innerweltlichen Erfahrungen des persönlichen Ichs nie zu abschließender Befriedigung führen. Dukkha resultiert unmittelbar aus der Abspaltung des Ich vom Nicht-Ich. Solange sich das Ich als separate Instanz definiert, die der Welt gegenübersteht, bleibt seinem Erleben stets ein Gefühl des Unbehagens, der Unsicherheit und des Unbefriedigtseins eingewoben, das durch Erfolge nur vorübergehend aufgehoben werden kann und durch Misserfolge weiter vertieft zu werden droht.

Dukkha kann auch mit dem Begriff des Minderwertigkeitsgefühls assoziiert werden. Das persönliche Ich ist immer von der Befürchtung bedroht, minderwertig zu sein. Um dem Gefühl abzuhelfen, kann es entweder heilsame oder problematische Methoden verwenden. Beim Einsatz problematischer Methoden wird das Minderwertigkeitsgefühl kurzfristig abgeschwächt. Langfristig wird es verstärkt (Regulation des Selbstwertgefühls).