Das Leben straft uns, wenn wir übereifrig dienen. Man muss es nicht dafür schelten, dass es uns nicht zu Dienern erziehen will. Es wünscht sich, dass wir aufrecht gehen.

Zuweilen hilft es mehr, Hilfe zu verweigern, als sie zu gewähren.

Empfinden Sie verdeckten Ärger, wenn Sie helfen? Dann helfen Sie vermutlich an der falschen Stelle oder auf die falsche Art.

Glauben Sie, Sie sind zu gut für diese Welt? Dann sollten Sie sich selber mehr Beachtung schenken.

Testergebnis

Helfersyndrom: deutlich ausgeprägt

Es könnte gut sein, dass Sie ein Beziehungsmuster praktizieren, das um­gangssprachlich als Helfersyndrom bezeichnet wird. Das Helfersyndrom ist eine psychologische Ausrichtung, die spezifische Strategien benutzt um eigene Bedürfnisse verdeckt zu besorgen. Im Gegensatz zu dem, der bei Gelegenheit hilfsbereit ist, der bei anderer Gelegenheit seine Hilfsbereitschaft aber zurückhält, ist die Hilfsbereitschaft beim Helfersyndrom zwanghaft.

Zur Ursache der zwanghaften Hilfsbereitschaft gehören Selbstwertzweifel und fehlender Mut, offen um die Güter des Daseins zu konkurrieren. Der zwanghafte Helfer wähnt sich so sehr auf die Bestätigung durch andere angewiesen, dass er sich aktiv in deren Bedürfnisse hineinversetzt, um sich durch die Erfüllung fremder Bedürfnisse Lob, Anerkennung und Zuwendung zu sichern. Dabei bleibt die Erfüllung eigener Bedürfnisse auf der Strecke; denn auch wenn der zwanghafte Helfer davon überzeugt ist, dass er sich durch seine Tugend Anspruch auf Gegenleistung erwirbt, sorgt das Leben dafür, dass er mit seiner Strategie den Kürzeren zieht.

Das Helfersyndrom ist keine offizielle Diagnose. Enge Beziehungen gibt es zu dem, was die Psychiatrie als depressive Persönlichkeitsstruktur bezeichnet. Wenn Ihre Antworten im Test Sie auf diese Seite führten, ist es wahrscheinlich, dass Sie auch im Test auf depressive Verhaltensmerkmale eine hohe Punktzahl erreichen.

Was Sie tun können, um Ihre Lebensqualität zu verbessern, ist das Gleiche, was man einem stark depressiv-strukturierten Menschen raten kann.