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Helfersyndrom: nicht nachweisbar

Es wäre verfehlt, Ihnen ein Helfersyndrom nachzusagen. Sie beschreiben sich als eine Person, die sich auf die Besorgung der eigenen Bedürfnisse konzentriert und sich dabei nur wenig davon beeindrucken lässt, dass es anderen womöglich schlechter geht. Damit bringt man es als Helfer nicht weit.

Möglicherweise haben Sie ein stabiles Selbstwertgefühl, das weder der Bestätigung durch andere bedarf noch der Absicherung durch eine altruistische Moral. Vermutlich tun Sie niemandem absichtlich etwas Böses. Sie sehen Ihre Aufgabe aber auch nicht darin, andere vor dem Bösen zu schützen, das ihnen andernorts begegnet.

Unter den Rücksichtslosen gibt es solche, die es nicht wirklich sind. Da sie sich aber für ihre Sehnsucht nach Liebe schämen, setzen sie alles daran, so zu tun, als ob ihnen die Ablehnung anderer gleichgültig ist.

Es kann aber auch sein, dass Ihr Selbstwertgefühl weniger in sich ruht, als Sie es gern möchten. Vielleicht haben Sie selbst von anderen eine Menge Übles erlebt und Ihr Desinteresse am Wohl Ihrer Mitmenschen entspringt einer trotzigen Bitterkeit. Dann könnte es sein, dass sich hinter einer betont autonomen Maske mit zynischem Einschlag etwas Verlorenes verbirgt.

Wenn Sie den Gebrauch Ihrer Ellbögen übertreiben, wird Ihr Verhalten dissozial. Der dissoziale Mensch ist das psychologische Gegenstück zum Helfer: ein Raubtier in der Steppe, das andere nur als Beute sieht.

Da dissoziale Menschen aber kaum je auf die Idee kommen, durch einen Test zu prüfen, ob sie unter einem Helfersyndrom leiden, ist es unwahrscheinlich, dass Sie einer davon sind.