Testergebnis

Emotional-instabile Verhaltensmuster: nicht nachweisbar

Keine Sorge! Sie beschreiben sich als eine Person, die sich angesichts der Heraus­forderungen des Lebens um ausgleichende Kompromissfindung bemüht. Daher halten Sie das Gleichgewicht zwischen den Extremen, die das Leben zur Wahl stellt. Es deutet kaum etwas darauf hin, dass Sie unter einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ leiden.

Bei der Borderline-Störung stehen bestimmte Abwehrmuster im Umgang mit der Realität im Vordergrund. Zu nennen ist vor allem die Spaltung. Bei der Spaltung werden die Elemente der Wirklichkeit, denen man jeweils begegnet, anhand eines groben Rasters bewertet: entweder als gut oder als schlecht bzw. böse. Da die emotionale Reaktion auf das, was uns begegnet, entscheidend davon mitbestimmt wird, wie wir es bewerten, ist klar, dass ein Bewertungsschema nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip zu heftigen emotionalen Schwankungen führt. Für zwischenmenschliche Beziehungen hat das dramatische Folgen.

Ihre Antworten im Test sprechen dafür, dass Ihr Bewertungsmuster ausgereifter ist. Für Sie besteht die Menschheit nicht aus wenigen Heiligen und vielen Teufeln, sondern aus einem bunten Publikum: Normalverbrauchern, Ängstlichen, Überangepassten, Ellbogenmenschen, Gemächlichen, Samaritern, Fanatikern, netten und weniger netten Gaunern, Pingeligen, Geizigen, Gierigen, Asketen und so vielen weiteren Charakteren, wie es Adjektive zur Beschreibung ihrer Eigenschaften gibt.

Sie gehen vermutlich davon aus, dass der Einzelne, je nach Lage der Dinge, dazu neigt, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen; und daher, je nach Blickwinkel, eher als gut oder eher als böse erscheint.

Statt von den Leuten stereotyp zu erwarten, gut zu sein und sie in Bausch und Bogen zu verurteilen, wenn sie es nicht sind, stellen Sie sich auf das ein, was Ihnen tatsächlich begegnet. Solcherlei Weisheit trägt wesentlich zum Ausgleich Ihres Befindens bei und ist ein Geschenk an die Welt.